Presse-Artikel aus der HNA Hofgeismar 08.02.2014:

...Mit schönen Dessous fühlt man sich erst wie eine richtige Frau. So jedenfalls denkt Susanne Heinemann über Spitze und Seide im Verborgenen. Dass die Hofgeismarerin eine große Anhängerin verführerischer Wäsche ist, kommt nicht von ungefähr.

Seit sieben Jahren schneidert sie nicht nur Reizwäsche, sondern ist seit Kurzem auch Dessousschneiderin im Nebenjob. Zudem ist sie laut Schneiderinnung die Einzige im Kasseler Raum, die Dessous nach Maß anfertigt. "Meine Oma hat mir schon als Jugendliche beigebracht, wie man mit der Nähmaschine umgeht", erinnert sich die 49-Jährige. Somit hat sie der Umgang mit Stoff, Nadeln und Zwirn fast ihr Leben lang begleitet.

Sieben Jahre Erfahrung

Ihre Leidenschaft, Dessous zu nähen, nahm vor sieben Jahren ihren Anfang. "Damals bin ich im Internet über einen Dessous-Nähkurs gestolpert." Seitdem übt sich die hauptberufliche Versicherungskauffrau im Nähen aller möglicher Reizwäsche. BHs und Slips, Bodys, Korsagen oder Negligés, eben alles was verführerisch aussieht und gewünscht wird. Natürlich kann die Schneiderin auch besondere Teile für Herren zaubern doch da auch dafür Maß am besten Stück des Mannes genommen werden muss, will sie solche Aufträge aus Rücksicht auf ihren Gatten nur noch in Ausnahmefällen annehmen.

Maßarbeit für Übergrößen

Neben Frauen, die sich für edle Wäsche begeistern können, sind für Heinemann auch solche mit besonders großem Busen potenzielle Kundinnen. "Es gibt Frauen bei denen eine Brust mehrere Kilogramm wiegt." Da sei ein gut geschneiderter BH sehr wichtig. Außerdem bekäme man häufig in der Größe nur standardmäßige Modelle ohne Schick.

Wer sich bei der Hofgeismarerin Wäsche auf Maß schneidern lassen will, wird als erstes von ihr ausgemessen. "Da kommt es auf den Millimeter drauf an, sonst sitzt hinterher der BH nicht", erklärt die Fachfrau und fügt an, dass bei 80 Prozent aller Frauen die Unterwäsche nicht richtig passen würde.

Nachdem der Kunde sorgfältig ausgemessen worden ist, wird ein individueller Schnitt angefertigt, der anschließend auf den Stoff übertragen wird. "Wenn ein Kunde erstmal ausgemessen ist, wird das nächste Stück schon wesentlich günstiger." Form, Farbe und Stofftyp wählt der Auftraggeber natürlich selbst aus, wobei die Schneiderin gern in beratender Funktion unterstützt. Hauptsächlich Lycra und Spitze finden übrigens Verwendung bei der Hofgeismarerin. Dass maßgeschneiderte Unterwäsche nicht ganz billig ist, versteht sich von selbst. Immerhin sitzt Heinemann ganze 20 Stunden an einer Garnitur.

Natürlich hat Heinemann selbst eine beträchtliche Auswahl an schönen Stücken. "In erster Linie mache ich das für mich und erst dann denke ich an meinen Mann."